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Wanderung empfohlene Tour

TERRA.track: Alte Bauernschaft

· 9 Bewertungen · Wanderung · Osnabrücker Land
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  • Allee in der Alten Bauerschaft
    Allee in der Alten Bauerschaft
    Foto: Dirk Wichmann, Natur- und Geopark TERRA.vita
m 200 150 100 7 6 5 4 3 2 1 km Alte Wallenhorster Alexanderkirche Tonsteingrube

Alte Hofstellen, eine bemerkenswerte Kirche, eine landwirtschaftlich geprägte Gegend und Wald – dazu liegt die alte Bauernschaft in einem „Trichter“ zwischen der B68 und der A1. Hört man (nicht immer) und sieht man manchmal und trotzdem sind wir Fans dieses Tracks geworden.

leicht
Strecke 7,9 km
2:15 h
46 hm
46 hm
116 hm
70 hm

Kaum eine Rundwanderung charakterisiert so deutlich, dass wir nicht in einer Natur- sondern in einer Kulturlandschaft leben – und das heißt nichts anderes, als dass der Mensch die Landschaft seit jeher geformt und geprägt hat – bis heute.

Ohne nennenswerte Steigung und zumeist auf gut ausgebauten Wald- und Feldwegen ist er bestens geeignet für eine entschleunigte Spazierwanderung; auch mit Kind und Kegel. Weiterer Vorteil: aufgeweichte Wege z.B. nach viel Niederschlag wird man hier kaum finden. Also ganzjahrestauglich!

Dieser Weg erzählt besondere Kulturgeschichten, die typisch für unsere Region sind – man muss sich nur darauf einlassen wollen. Empfohlen sei er insbesondere im Frühjahr und Sommer; das macht fehlende lauschige Waldpfade allemal wett.

 

Hinweis zur Darstellung des Zuweges:

Dieser Weg bietet einen markierten Zuweg zur Hauptroute. Da Zuwege im Tourenplaner von outdooractive derzeit nicht abgebildet werden können, ist in der Galerie ein Auszug in Form eines Fotos der am  Wanderparkplatz aufgestellten Schautafel abgebildet. Dieses Foto kann in der Browser-Version von outdooractive über die Drucken-Funktion im oberen rechten Bereich und der Aktivierung des Schalters "Topo" als pdf-Datei erzeugt und heruntergeladen werden. 

Autorentipp

Eine bodenständige, ehrliche Küche bietet das Gasthaus Beckmann direkt am Weg an. Ausdrücklich erwünscht sind Kinder, die viel Platz zum Herumtoben und Spielen haben Unterschiedlichste Räumlichkeiten und Aktionen machen das Gasthaus ideal für Ausflüge mit Familien und Freunden – passend zum TERRA.track.

 

Profilbild von Sabine Böhme
Autor
Sabine Böhme
Aktualisierung: 22.06.2022
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
116 m
Tiefster Punkt
70 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

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Weitere Infos und Links

http://www.gasthaus-beckmann.de/

https://www.wallenhorst.de/startseite.html

Start

Wanderparkplatz Hofstelle Duling, Drosselweg 2, 49134 Wallenhorst (81 m)
Koordinaten:
DD
52.355449, 8.015900
GMS
52°21'19.6"N 8°00'57.2"E
UTM
32U 432978 5801029
w3w 
///laufender.deine.heftig
Auf Karte anzeigen

Ziel

Wanderparkplatz Hofstelle Duling, Drosselweg 2, 49134 Wallenhorst

Wegbeschreibung

Wir starten an einem sonnig-warmen Junitag am Wanderparkplatz „Hofstelle Duling“, deren Bewirtschaftung bereits im 16. Jahrhundert begann und erst 1984 aufgegeben wurde. Heute sind Gebäude und Areal Kulturzentrum der Gemeinde Wallenhorst und der Hof empfiehlt sich als Hochzeits-Location. Jüngst gab es Fördermittel für das Klimaschutzprojekt „Naturerlebnisraum Hofstelle Duling“ – unsere Wanderung fängt mit guten Nachrichten an. Nach der Brückenquerung über die B68 entscheiden wir uns schnell für die westliche Richtung und laufen so im Uhrzeigersinn zunächst durch eine gewachsene Siedlung, die uns mit großen Gärten und einem Hof mit Pferdehaltung erwartet. Schnurstracks erreichen wir die erste kulturelle und wirklich geschichtsträchtige Station auf dem Weg: die Alte St. Alexanderkirche und der Legende nach bereits um 777 n. Chr. von keinem Geringeren als Karl dem Großen gegründet.

Romanik, Romantik und historischer Kirchweg

Das direkte Umfeld der hochmittelalterlichen Alexanderkirche, also der Kirchhof, mutet romantisch an. Wir umrunden sie im Schatten mächtiger Eichen und vergegenwärtigen uns, dass dieser Ort in den letzten 1200 Jahren stets eine große Bedeutung hatte: von der Reliquienüberführung inkl. Wunderheilung im Jahr 851, während des Dreißigjährigen Krieges im 17.Jahrhundert und als Pilgerstation des Jakobsweges.

Auch wir pilgern weiter – und zwar über den Schleptruper Kirchweg. Dieser historische Pfad wurde bereits vor 150 Jahren aufgrund seines morastigen Zustandes von den Kirchgängern beklagt, was schlussendlich zum Bau der neuen Alexanderkirche im Zentrum Wallenhorsts führte. Feucht ist der Untergrund noch heute; deutlich können wir es am Erlenbruch erkennen, an dessen Rand wir nun über einen wiederholt instandgesetzten Bohlenweg oder auch „Knüppeldamm“ gehen – und zwar trockenen Fußes.

Es duftet herrlich intensiv nach frisch gemähtem Wiesengras auf unserem weiteren Weg. Die ganze Vegetation steht nach einem regenreichen Mai an diesem frühsommerlichen Tag sprichwörtlich im vollen Saft und erfreut uns mit einer breiten Farbpalette an frischen Grüntönen.

Nach der Offenlandschaft folgt ein Abschnitt über breite, von Frühlingsblühern gesäumte Waldwege. Geradeaus erblicken wir Gesellschaft: ein Reh. Es bleibt unbehelligt von uns, da wir hier östlich auf einen Feldweg abbiegen, der uns längere Zeit zwischen mit Blühstreifen besäumten Ackerflächen und weitem Blick in die Landschaft die Richtung vorgibt. Alsbald steuern wir auf eine kleine Siedlungsfläche zu, in der uns zunächst eine kleine, offensichtlich sich sehr wohlfühlende, Schafherde empfängt.

Wir lassen die Siedlungsfläche links liegen und folgen unserem Weg weiter, überqueren den Wallenhorster Bach und überschreiten sodann die Gemeindegrenze von Wallenhorst nach Bramsche. Hier, im Ortsteil Pente, ist normalerweise ein außergewöhnlicher landwirtschaftlicher Betrieb unser nächstes Ziel: der CSA-Hof Pente.

Nun gelangen wir am Schleptruper Wetterstein vorbei, der rechter Hand durch Zaun geschützt die Lektüre lohnt – sofern er nicht doch „geklaut“ wurde. Weiter geht’s auf Wegen, die uns durch Felder und einen längeren Waldabschnitt führen und zwar am Südrand der Schleptruper Egge entlang, eines 148 m ü.NHN hohen Ausläufers des Wiehengebirges. Der weithin sichtbare Sendemast als Landmarke wurde 1967 errichtet, das „Bauwerk“ Wiehengebirge schickte sich hingegen vor 95 Mio. Jahren zur Entstehung an. Auf asphaltierter Feldstraße haben wir Sicht auf wenige Höfe - hier werden sogar Ferienwohnungen vermietet – und nähern uns dem Voßberg.

Leider ließ sich bei der Planung der Route nicht vermeiden, dass wir nun ein Stück direkt parallel zur L78 wandern müssen. Das meistern wir tapfer und unverdrossen; umso mehr, da uns am Ende der Passage eine ausgedehnte Rastmöglichkeit im Gasthaus Beckmann erwartet. Über den anschließenden Hammweg gelangen wir wieder in ruhiges Fahrwasser und damit zurück ins Alte Dorf zu unserem Ausgangspunkt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Busline 584 oder 33   Osnabrück ZOB - Wallenhorst Kirchplatz

Parken

Parkplatz:

  • Wanderparkplatz Hofstelle Duling
    Drosselweg 2
    49134 Wallenhorst
  • Gasthaus Beckmann
    Engter Straße 5
    49134 Wallenhorst

Koordinaten

DD
52.355449, 8.015900
GMS
52°21'19.6"N 8°00'57.2"E
UTM
32U 432978 5801029
w3w 
///laufender.deine.heftig
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Bewertungen

2,6
(9)
Wandervogel
10.03.2022 · Community
Relativ leichter, gut zu gehender Wanderweg ohne größere Steigungen. Zu jeder Jahreszeit schöner Weg für die ganze Familie. Lobenswerte Beschilderung (einschl. temporärer Umleitung).
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Gemacht am 06.03.2022
Kirsten S 
16.01.2022 · Community
Man muss sich bei einer Tour immer fragen was man gerade braucht. Nach extrem vielen super matschigen Touren in dieser Herbst/Winter Saison fand ich es garnicht schlecht zur Abwechslung mal asphaltierte Abschnitte dabei zu haben (auch ich bin eigentlich lieber naturnah unterwegs). Die Tour an sich fand ich sogar ganz schön, allein der Teil an der Engter Straße trübt dabei meinen Gesamteindruck. Und auch mit dem Verkehrslärm haben meine Vorredner natürlich recht, aber wenn man auf die Karte schaut, muss man dies erwarten. Die Enttäuschung darüber sollte sich daher in Grenzen halten. Für einen Freitag im Januar, an dem man nach der Arbeit nicht weit fahren möchte und auch keine große Runde laufen möchte, kann ich diese uneingeschränkt empfehlen.
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Gemacht am 14.01.2022
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Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
7,9 km
Dauer
2:15 h
Aufstieg
46 hm
Abstieg
46 hm
Höchster Punkt
116 hm
Tiefster Punkt
70 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch kinderwagengerecht

Statistik

  • Inhalte
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Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
  • 3 Wegpunkte
  • 3 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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